Auf den folgenden Seiten finden Sie Informationen über die Gesellschaft, deren Aufgaben, Organisation und über die von ihr geförderte Forschungsrichtung der psycho- logischen Morphologie.
Hier können Sie sich über neueste Untersuchungs- ergebnisse und Stellungnahmen morphologischer Forschungsinstitute, über die nächsten Veranstaltungen und Events informieren.
Mitglieder der Gesellschaft sind in vielen Bereichen tätig: Marktforschung, Medienforschung, Unternehmens- beratung, Beratung/Psychotherapie, Filmforschung und Alltags- und Kulturforschung.
Die Gesellschaft für Psychologische Morphologie e.V. (GPM) ist ein gemeinnütziger Verein zur Förderung der psychologischen Morphologie und besteht seit 1993 mit Sitz in Köln.
Die GPM ist ein Verband für alle Institutionen und Einzelpersonen, die in den verschiedenen Anwendungs- gebieten der psychologischen Morphologie tätig sind.
Sie hat das Ziel, die von Wilhelm Salber begründete psychologische Forschungsrichtung weiterzuentwickeln und deren Erkenntnisse zu verbreiten.
Zu diesem Zweck organisiert sie regelmäßig Tagungen und Veranstaltungen. Sie fördert Foren, auf denen Psychologinnen und Psychologen sich über neue Entwicklungen informieren und austauschen können.
Nicht zuletzt unterstützt sie die Aus- und Weiterbildung in psychologischer Morphologie.
Der Vorstand der GPM wird alle zwei Jahre von der Mitgliederversammlung gewählt.
1. Vorsitzender: Prof. Dr. Dirk Blothner
E-Mail: dirk.blothner@morphologie-online.de
2. Vorsitzende: Dipl.-Psych. Barbara Grohsgart
E-Mail: info@gpm-online.de
Geschäftsführerin: Dipl.-Psych. Doris Bartholomäi-Post
E-Mail: vorstand@gpm-online.de
Kassenwart: Dipl.-Psych. Rupert Martin
E-Mail: rupert.martin@gpm-online.de
Nächste Vorstandswahl 2006
"Menschliches Tun und Leiden erhält und gestaltet sich nach Art von Kunstwerken, in denen sich bewegende Wirkungswelten herstellen und beschaubar machen." (Wilhelm Salber (2003): Metapsychologie. Bouvier, S. 80)
Die psychologische Morphologie wurde von Prof. Dr. Wilhelm Salber (*1928)
entwickelt. Er war dreißig Jahre Direktor des
Psychologischen Instituts an der Universität zu Köln. Die Ergebnisse seiner
Untersuchungen hat er in 30 Büchern und 135
Abhandlungen dargestellt.
Salbers Interesse an der Philosophie von Nietzsche und der Psychoanalyse von Freud führten ihn dazu, in einer "Morphologie", wie Goethe sie entwickelt hatte, einen Anhaltspunkt für eine entschieden psychologische Auffassung zu sehen. Diesen entwickelte er zur psychologischen Morphologie weiter.
Von Anfang an war Salbers Konzept davon bestimmt, im Seelischen "ästhetische"
Gesetze wirksam zu sehen und nicht
logische Determinationen. Das Seelische entwickelt sich nach einer "Logik der
Bilder", wie sie sich auch in den Werken der
Kunst und Literatur entfaltet.
...Träumen, Aufwachen, Anziehen, Frühstücken, Zeitung lesen, Umgang mit Träumen, im Stau stehen, Radio hören, Smalltalk, Flirt, mit Computer arbeiten, Telefonieren, Streiten, Arztbesuch, Kochen, aus dem Fenster schauen, Schenken, Buch lesen, Fernsehen, Sich Kleiden, Ausgehen, Tanzen, Geschlechtsverkehr, Einschlafen, Träumen...
Die Probe einer jeden Psychologie ist der Alltag. Denn der Alltag ist das Seelische: Was die Menschen tagtäglich erleben, tun und leiden. Aber der Alltag ist zugleich das Unbekannte, das unter Vorurteilen und Zurechtmachungen Verdeckte.
Das am häufigsten bemühte Vorurteil sagt, der Alltag sei grau. Aber der Alltag ist nicht grau. Die Menschen neigen dazu ihn eintönig zu machen, weil er ihnen häufig ungeheuerlich vorkommt. Das morgendliche Aufstehen erleben die einen als einen kleinen Weltuntergang, für die anderen ist er eine aufregende Weltschöpfung. Die Arbeit in einem Büro hat oft etwas von Dschungelkämpfen an sich und das Putzen der Wohnung gestaltet sich gar nicht selten wie ein Feldzug. Was sich als Alltagsunternehmen herausbildet, ist eine riskante Angelegenheit. Denn in ihm wirkt ein "Mehr" und "Weiter", das auf Verwandlung drängt.
Die psychologische Morphologie fragt: Wie muss die Wirklichkeit beschaffen sein, um solche Alltagsdramen hervorzubringen? Welche Einheiten binden die Entwicklung seelischen Geschehens? Wodurch werden sie zerstört oder in anderes umgebildet? In Hunderten von empirischen Untersuchungen hat die psychologische Morphologie ein Bild vom Seelischen herausgearbeitet, das dem unbewussten Betrieb des Alltags auf der Spur ist.
"Methode ist Nach-Bilden der Kunst des Seelischen."
(Wilhelm Salber (1983): Psychologie in Bildern. Bouvier S. 27)
Der Untersuchungsgang der psychologischen Morphologie ist eine Entwicklungs-Methode, denn sie zerlegt ihren Gegenstand nicht in einzelne Elemente, sondern hält ihn als ein Ganzes fest und geht seinen Drehungen und Wendungen mittels psychologischer Beschreibung und Rekonstruktion nach. Das geht nur, wenn man sich Zeit nimmt und sich mit der Eigenlogik der seelischen Gestalten mitbewegt. Wie gehen sie auseinander hervor? In welchen Wendungen suchen sie sich zugleich zu erhalten und zu verwandeln? Was hält sie zusammen und was kann sie zerstören?
Empirische Untersuchungen der psychologischen Morphologie beginnen mit einer ersten beschreibenden Eingrenzung ihres Gegenstandes - zum Beispiel eines Museumsbesuches. Um ein differenzierteres und psychologisch vertieftes Bild zu erhalten, werden im nächsten Schritt Tiefeninterviews mit Besuchern des Museums durchgeführt. Deren Ergebnisse werden in Beschreibungen zusammengefasst und auf Erklärungen zugeführt.
In einem Austausch zwischen Konzept und Phänomen, zwischen Beschreibung und Rekonstruktion wird verfolgt, wie sich der Gang durch das Museum aufbaut, eine Richtung findet, die als ganze durch Verwandlungen hindurchgeht - oder nicht. Das Ziel ist dabei immer, ein Bild vom Entwicklungsgang des untersuchten Gegenstands zu erhalten, das ihn selbst und seine Phänomene nicht zerstört.
Psychologische Morphologie bringt etwas für die unterschiedlichsten Bereiche des menschlichen Lebens. Sie findet Anwendung auf Kulturgeschichte, Vorgänge in der Wirtschaft und Produktentwicklung, auf Medien, Film, Kunst und Werbung, aber auch auf Entwicklungs- und Generationsprobleme sowie Psychotherapie.
Psychologische Morphologen sind heute in den unterschiedlichsten Anwendungsbereichen tätig. Sie arbeiten als Marktforscher und Unternehmensberater in der freien Wirtschaft. Sie sind in der Filmforschung tätig oder arbeiten mit Konzepten der Morphologie in der Psychotherapie und der Erziehung. Allen gemeinsam ist, dass sie ihre Gegenstände als komplizierte Unternehmen begreifen, die sich in der gegebenen Kultur zu verstehen und zu behandeln suchen.
In ihren Untersuchungen arbeiten psychologische Morphologen nicht nur unbewusste Wirkungs- zusammenhänge heraus, sondern übersetzen diese auch in konkrete Handlungsschritte und Prognosen. Eine Übersicht über die wichtigsten morphologischen Institute spiegelt großen Anwendungsbereich dieser Forschungsrichtung wider.
Die psychologische Morphologie ist eine Forschungs- richtung, die in vielen Anwendungsbereichen tätig ist. Folgende Institute arbeiten mit ihrer Methode und fördern die Gesellschaft für Psychologische Morphologie e.V. (GPM):
Im Rahmen der psychologischen Morphologie bestehen zurzeit folgende Aus- und
Weiterbildungsangebote:
Geschäftsstelle der GPM
Geschäftsführung:
Dipl.-Psych. Doris Bartholomäi-PostPostfach 10 15 25
50445 KölnTel: 0221 - 13 01 905
Email: gpm@morphologie-online.de
Gesellschaft für Psychologische Morphologie e. V.
Postfach 10 15 25
50455 Köln
Telefon: +49 221 130 1905
E-Mail: vorstand@morphologie-online.deInternet: www.morphologie-online.de